Der Pseuokrupp-Anfall

Der Anfall beginnt meist mitten in der Nacht mit einem bellenden Husten sowie mit Heiserkeit. Beim Einatmen ist ein pfeifendes oder fauchendes Geräusch zu hören. Dieses Geräusch entsteht, wenn die Atemluft auf ihrem Weg zur Lunge im Kehlkopf auf die verengten Stimmritzen trifft.

Ein schwerer Pseudokrupp-Anfall zeigt zusätzlich zu dem typischen Bellhusten ein lautes ziehendes Geräusch beim Einatmen. Das Kind leidet unter deutlicher Atemnot, die noch durch die Angst des Kindes verstärkt wird. Diese Angst erzeugt eine Unruhe, wodurch der Sauerstoffbedarf weiter erhöht wird.

Im allgemeinen besteht bei einem Pseudokrupp-Anfall keine Lebensgefahr. Nur wenn die Atemwege längere Zeit stark verengt sind und wenn die Schwellung der Kehlkopfschleimhaut nicht zurückgeht, kann Erstickungsgefahr auftreten. Die Hautfarbe des Kindes wird dann blaßgrau, die Lippen und die Fingernägel sind bläulich verfärbt. Im fortgeschrittenen Stadium kann die gesamte Haut eine bläulich-violette Farbe annehmen. Der Puls ist beschleunigt aber nur noch schwach zu fühlen. Man sieht an der Bewegung der Nasenflügel, wie schwer das Kind atmet. Bei einem solchen Anfall mit Erstickungserscheinungen sollten Sie sofort handeln und einen Notarzt rufen (112) oder das Kind mit dem Notarztwagen - keinesfalls im eigenen Auto - in die Klinik bringen.

Auch bei einem leichteren Anfall sollten Sie immer mit Ihrem Arzt oder Notarzt sprechen, der Sie über das weitere Vorgehen beraten wird.

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